Maßkonfektion vs. Maßschneiderei:

Beinah dachte man schon, Kleidung nach Maß sei ausgestorben. Ein altes Überbleibsel, dass sich nur gut Situierte leisten können.

Der Prozess der Vermessung und der Produktion eines Kleidungsstückes galt als aufwendig und teuer.

Doch die Zeiten haben sich geändert – nicht zuletzt aufgrund des aufkommenden Trends Kleidung im Internet zu bestellen.

Kleidung nach Maß kann man mittlerweile wieder in jeder größeren Stadt persönlich fertigen lassen oder gar online bestellen.

Doch was genau wird eigentlich angeboten?

Ja, es ist Maßkleidung. Doch ist es nun maßgeschneidert oder maßkonfektioniert?

Und was ist eigentlich der Unterschied?

Wir erklären es euch.

Maßkonfektion vs. Maßschneiderei

Maßgeschneidert – was macht die Maßschneiderei?

Einen traditionellen Schneider stellen sich die meisten ungefähr so vor: Etwas älterer Herr, mit Maßband um den Hals, der seine Kunden per Hand persönlich vermisst und sich jedes Maß in ein kleines Heft notiert.

Damit liegt ihr gar nicht so falsch. Gut, der Schneider muss nicht unbedingt ein Herr sein und auch nicht zwingend etwas älter, doch so grundsätzlich stimmt das schon.
Der Schneider, oder die Schneiderin, vermisst die Kunden üblicherweise per Hand mit einem Maßband. Es werden die wichtigsten Maße abgenommen und notiert um anschließend ein von Grund auf neues Kleidungsstück zu fertigen.

Richtig gelesen: Von Grund auf neues Kleidungsstück. 

Das bedeutet, bei der Maßschneiderei wird euer Anzug, euer Hemd, eure Bluse oder Sonstiges ganz neu gefertigt. Der Schneider, bzw. die Schneiderin, zeichnet meist noch mit Kreide und von Hand die Schnittmuster für euer Kleidungsstück neu auf. Erst danach werden die Schnittmuster zugeschnitten und das Nähen kann beginnen.

Dieser Prozess ist natürlich sehr aufwendig. Es erfordert sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet der Maßschneiderei um die richtigen Werte abnehmen zu können.
Auch das Zeichnen und Schneidern der Schnittmuster ist eine Kunst für sich.

Ist das Kleidungsstück fertig, ist es dafür garantiert 100% individuell.

 

Maßkonfektion vs. Maßschneiderei – was passiert bei der Maßkonfektion?

Bei der Maßkonfektion handelt es sich ebenfalls um Kleidung nach Maß. Die Grundlage ist jedoch eine andere.

Maßkonfektionäre produzieren das Kleidungsstück nicht von Grund auf neu, sondern bedienen sich vorgefertigter Schnittmuster.

Diese Schnittmuster werden an die Maße des Endkunden angepasst.

Kurzum, der Maßkonfektionär nimmt zwar auch deine Maße, fertigt daraus jedoch keine neuen Schnittmuster für dein Kleidungsstück, sondern passt ein bestehendes Schnittmuster an deine Maße an.

 

Schlupfteile als Hilfe in der Maßkonfektion

Etwas dessen sich die Maßkonfektion, nicht jedoch die Maßschneiderei bedient, sind sogenannte Schlupfteile.

Schlupfteile sind Kleidungsstücke in Standard Konfektionsgrößen in die der Kunde sozusagen hineinschlüpfen kann.

Danach werden die Schlupfteile solange abgesteckt und an den Kunden angepasst, bis das Endergebnis beinah schon ersichtlich ist.

Das Schlupfteil bietet anschließend die Basis für individuelle Schnittmuster aus denen das Kleidungsstück entsteht.

Der Maßkonfektionär kann so relativ zügig und ohne große Stoffverluste ein Kleidungsstück nach Maß anbieten.

 

Rohlinge von Kleidung als Basis für Maßkonfektion

Ähnlich den Schlupfteilen hat der Anbieter von Maßkonfektion auch die Möglichkeit, Rohlinge von bestehenden Kleidungsstücken an individuelle Maße anzupassen.

Das bedeutet, dass ein bereits vorgefertigtes Hemd, Shirt oder Ähnliches, einfach an individuelle Maße angepasst und umgeschneidert wird.

Das hat den Vorteil, dass der Endkunde nicht in verschiedene Standard Kleidungsstücke schlüpfen muss.

Bei dieser Art der Maßkonfektion hat der Maßkonfektionär zudem die Möglichkeit seinen Kunden individuelle Kleidung nach Maß zu bieten, ohne diese je von Hand vermessen zu haben.

 

Ist maßgeschneidert also automatisch teurer?

In der Regel schon. Ein von Grund auf neu gefertigtes und komplett individuelles Kleidungsstück kann preislich üblicherweise nicht mit einem maßkonfektionierten Kleidungsstück mithalten.

Doch das muss es auch gar nicht.

Fazit bei Maßkonfektion vs. Maßschneiderei in Punkto Preis:

Beide arbeiten mit unterschiedlichen Grundsätzen und können daher auch unterschiedlich kosten.

 

Den Blickwinkel und Erfahrungsbericht eines Mannes, könnt ihr hier nachlesen.

Was hat 3D Body Scanning nun damit zu tun?

Vor allem im Bereich der Maßkonfektion ist die automatische Körpervermessung interessant.

Warum?

  • Rasche Vermessung der Endkunden (unter 3 Sekunden)
  • Privatsphäre bei der Vermessung
  • Kein Vermessen von Hand
  • Kunde muss sich nicht selbst vermessen
  • Kein Probieren von unterschiedlichen Kleidungsstücken, Rohlingen und Schlupfteilen
  • Fokus auf Stoffe, Farben, Muster und zusätzliche Artikel
  • Verknüpfung mit dem Online Shop möglich
  • Nachbestellung ohne erneute Vermessung möglich
  • u.v.m.

 

Für alle die nun mehr über die Möglichkeiten des 3D Body Scanning für Maßkonfektion wissen möchten: Kontaktiert uns einfach. Wir freuen uns auf eure Anfragen.